Grundfahraufgaben für die Klassen A,AU,A1,M, B und BE
Grundfahraufgaben für die Kl. A-AU-A1-M:(Kraftrad)
Stop and Go
Mehrfaches
Anfahren und Anhalten (mindestens vier mal), abgestimmtes
Betätigen von Gas, Kupplung und Bremse, Füße nur zumAbstützen des
Kraftrades im Stand von den Fußrasten nehmen und auf die
Fahrbahn absetzen. Dabei soll gezeigt werden, dass die Neigung des
Kraftrades nach der einen oder anderen Seite bewusst erfolgt, indem zunächst
zweimal der eine und zweimal der andere Fuß abgesetzt
wird. Beobachtung des rückwärtigen Verkehrs ist nur beim ersten
Anfahren
erforderlich. Gangwechsel ist während der Aufgabe nicht erforderlich. Fehlerbewertung:
— Anfahren im falschen Gang
— Abwürgen des Motors
— Füße nicht auf den Fußrasten, außer zum Abstützen beim Anhalten
— Abstützen nur nach einer Seite.  Fahren eines Slaloms mit Schrittgeschwindigkeit
Der Bewerber hat eine Slalomstrecke (6 Leitkegel, Abstand 3,5 m) mit Schrittgeschwindigkeit (ca. 5 km/h) unter Beibehaltung des
Gleichgewichts und mit richtiger Handhabung von Kupplung, Gas und
Bremse zu durchfahren.Fehlerbewertung:
— Nichteinhalten der Schrittgeschwindigkeit
— Auslassen eines Feldes
— Umwerfen eines Leitkegels
— Absetzen eines Fußes auf die Fahrbahn.

Fahren mit Schrittgeschwindigkeit geradeaus
Der Bewerber hat eine Strecke von c.a. 25 m mit Schrittgeschwindigkeit unter Beibehaltung des Gleichgewichts und mit richtiger Handhabung von Kupplung, Gas, und Bremse geradeaus zu fahren.
Fehlerbewertung:
— Überschreiten der Schrittgeschwindigkeit
— Starkes Abweichen von der Geraden (Mehrfaches Abweichen von der Geraden um mehr als 30 cm nach links oder rechts ); die ersten 5 m nach dem Anfahren werden nicht bewertet.
— Herunternehmen eines Fußes oder beider Füße von der Fußraste. 
Langer Slalom ( 30 km/h )
Der Bewerber hat eine Slalomstrecke (Länge ca. 80 m, fünf Leitkegel
im Abstand von 9 m, anschließend zwei Leitkegel im Abstand von 7 m) mit
einer Anfangsgeschwindigkeit von ca. 30 km/h mit annähernd gleich
bleibender Geschwindigkeit zu durchfahren. Die Aufgabe darf nicht im
ersten Gang gefahren werden.Fehlerbewertung:
— Zu geringe Geschwindigkeit
— Auslassen eines Feldes
— Umwerfen eines Leitkegels
— Berühren der Fahrbahn mit einem Fuß.

Slalom (30 km/h )
Der Bewerber hat eine Slalomstrecke (Länge ca. 50 m, fünf Leitkegel im Abstand von 7 m) mit
einer Anfangsgeschwindigkeit von ca. 30 km/h mit annähernd gleich
bleibender Geschwindigkeit zu durchfahren. Die Aufgabe darf nicht im
ersten Gang gefahren werden.Fehlerbewertung:
— Zu geringe Geschwindigkeit
— Auslassen eines Feldes
— Umwerfen eines Leitkegels
— Berühren der Fahrbahn mit einem Fuß.

Abbremsen mit höchstmöglicher VerzögerungDer Bewerber hat das Kraftrad unter gleichzeitiger Benutzung beider
Bremsen mit höchstmöglicher Verzögerung aus einer Geschwindigkeit von
ca. 50 km/h zum Stillstand zu bringen, ohne dass das Kraftrad dabei
wesentlich von der Fahrlinie abweicht.Fehlerbewertung:
— Zu geringe Ausgangsgeschwindigkeit
— Nichterreichen der notwendigen Verzögerung.
— Benutzung nur eines Bremshebels
(gilt nicht für kombinierte Brems-Systeme, bei
denen mit einem einzigen Bremshebel die volle Bremswirkung aller
Bremsen erreicht werden kann)
— Wesentliches Abweichen von der Fahrlinie
— Abwürgen des Motors

Ausweichen ohne Abbremsen
Beschleunigen auf etwa 50 km/h; vor einer markierten Stelle um etwa
1 bis 1,5 m nach links ausweichen und, ohne zu bremsen, auf die
ursprüngliche Fahrlinie zurückkehren. Das Ausweichen darf frühestens 9
m vor der markierten Stelle beginnen. Fehlerbewertung:
— Zu geringe Ausgangsgeschwindigkeit
— Zu frühes oder nicht ausreichendes Ausweichen
— Bremsen vor Wiedererreichen der Fahrlinie
— Die ursprüngliche Fahrlinie wird nicht annähernd wieder erreicht
— Herunternehmen eines Fußes oder beider Füße von den Fußrasten
— Umwerfen des zweiten Leitkegels 
Ausweichen nach vorherigem Abbremsen
Beschleunigung auf etwa 50 km/h, dann kurz abbremsen und nach Lösen
der Bremsen mit einer Geschwindigkeit im eigenstabilen Bereich (ca. 30
km/h) vor einer markierten Stelle um etwa 1 bis 1,5 m nach links
ausweichen und, ohne zu bremsen, auf die ursprüngliche Fahrlinie
zurückkehren. Das Ausweichen darf frühestens 7 m vor der markierten Stelle beginnen.Fehlerbewertung:
— Zu geringe Ausgangsgeschwindigkeit
— Zu frühes oder nicht ausreichendes Ausweichen
— »Herumlenken« des Kraftrades um die Leitkegel
— Nichtlösen der Bremsen beim Ausweichen
— Bremsen vor Wiedererreichen der Fahrlinie
— Die ursprüngliche Fahrlinie wird nicht annähernd wieder erreicht
— Herunternehmen eines Fußes oder beider Füße von den Fußrasten
— Umwerfen des zweiten Leitkegels. 
KreisfahrtEinfahren in den Kreis, mehrfaches Kreisfahren und Verlassen des
Kreises. Die Kreisfahrt kann wahlweise in die eine oder die andere
Richtung verlangt werden; auf öffentlichen Straßen jedoch nur nach
links. Die Geschwindigkeit ist so zu wählen, dass Schräglage entsteht.Fehlerbewertung:
— Starkes Abweichen vom vorgegebenen Halbmesser
— Starkes Abweichen von der Kreisform
— Herunternehmen eines Fußes oder beider Füße von der Fußraste
— Fahren im falschen Gang
— Nicht feststellbare Schräglage

Grundfahraufgaben für die Klasse B:
Fahren nach rechts rückwärts unter Ausnutzung einer Einmündung, Kreuzung oder Einfahrt
Unter Beobachtung des Verkehrsraumes und Betätigen des rechten
Blinkers möglichst eng nach rechts rückwärtsfahren, ohne auf den
Bordstein aufzufahren oder die Fahrbahnbegrenzung zu überfahren.
Fahrzeug parallel zum Bordstein oder zur Fahrbahnbegrenzung anhalten.Fehlerbewertung
-
Ungenügende Beobachtung des Verkehrs
- Auffahren auf den Bordstein oder Überfahren der Fahrbahnbegrenzung
- Nicht annähernd parallel zum Bordstein oder zur Fahrbahnbegrenzung angehalten
- Mehr als zwei Korrekturzüge (ein Korrekturzug ist die Bewegung des Fahrzeugs
entgegen der Fahrtrichtung der Aufgabe)
Rückwärtsfahren in eine Parklücke ( Längsaufstellung )
Rückwärtsfahren in eine etwa 8 m lange Lücke (z. B. zwischen zwei hintereinander stehenden Fahrzeugen) und halten.Fehlerbewertung
-
Ungenügende Beobachtung des Verkehrs
- Auffahren auf den Bordstein
- Fehlerhafte Endstellung (z. B. Einklemmen anderer Fahrzeuge)
- Abstand vom Bordstein mehr als 30 cm
- Mehr als zwei Korrekturzüge (ein Korrekturzug ist die Bewegung des Fahrzeugs
entgegen der Fahrtrichtung der Aufgabe)
Einfahren in eine Parklücke (Quer - oder Schrägstellung)
Vorwärts- oder Rückwärtsfahren in eine Lücke zwischen zwei parallel
stehenden Fahrzeugen oder auf eine quer oder schräg zur Fahrtrichtung
markierte Parkfläche und anschließend halten.Fehlerbewertung
-
Ungenügende Beobachtung des Verkehrs
- Nicht ausreichender Seitenabstand
- Fahrzeugumriss ragt über markierte Parkfläche hinaus
- Mehr als zwei Korrekturzüge (ein Korrekturzug ist die Bewegung des Fahrzeugs
entgegen der Fahrtrichtung der Aufgabe)
Umkehren
Selbständiges Auswählen einer geeigneten Stelle und Methode zum Umkehren
(zum Beispiel Park- oder Stellplatz, Einmündung, Grundstückseinfahrt, Blockumfahrung).Fehlerbewertung
-
Ungenügende Beobachtung des Verkehrs
- Unzulässiges Abweichen vom Rechtsfahrgebot
Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung
Der Bewerber hat den PKW durch Betätigen der Betriebsbremse mit höchstmöglicher Verzögerung aus einer Geschwindigkeit von c.a. 40 km/h zum Stillstand zu bringen. Die Aufgabe setzt voraus, dass durch den Fahrlehrer sichergestellt ist, dass eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist; deshalb ist eine Beobachtung des rückwärtigen Verkehrs ( Spiegelbenutzung und Überprüfung des Toten Winkels ) vor dem Beginn der Bremsung nicht erforderlich. Die Anweisung zur Durchführung der Bremsung erfolgt durch den Fahrlehrer.
Fehlerbewertung
- Zu geringe Ausgangsgeschwindigkeit
- Kein schlagartiges Betätigen der Betriebsbremse
- Nichterreichen der notwendigen Verzögerung
- Wesentliches Abweichen von de Fahrlinie durch fehlerhaftes Lenken
- Abwürgen des Motors
Grundfahraufgabe für die Klasse BE
Rückwärtsfahren um eine Ecke nach links
Möglichst weit rechts anhalten und die Fahrzeugkombination nach links rückwärts fahren, ohne auf den Bordstein aufzufahrenoder die Fahrbahnbegrenzung zu überfahren. Die Fahrzeugkombination mit höchstens 1 m Abstand des breiteren Fahrzeuges Parallel zum Bordstein oder zur Fahrbahnbegrenzung anhalten.
Fehlerbewertung
- Unterlassen der Aufforderung, den rückwärtigen Verkehrsraum zu zu sichern
- Ungenügende Beobachtung des Verkehrs
- Auffahren auf den Bordstein oder Überfahren der Fahrbahnbegrenzung
- Nicht annähernd parallel zum Bordstein oder zur Fahrbahnbegrenzung angehalten
- Mehr als 1 m Abstand des breiteren Fahrzeuges zum Bordstein oder zur Fahrbahnbegrenzung beim Anhalten
- Nichtanhalten bei Abbrechen der Sichtverbindung zu der den rückwärtigen Verkehr sichernden Person
- Nicht betätigen der Rückfahrsperre ( falls vorhanden )
- Mehr als drei Korrekturzüge
Ein Korrekturzug ist die Bewegung des Fahrzeuges entgegen der Fahrtrichtung der Aufgabe.
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